Zur Modulauswahl · Beobachtungen zusammenführen
Barriereregister · Zusammenfassung
Zusammenhänge sichtbar machen
Mein übergreifendes Zusammenfassungsblatt zum Barriereregister
Manche Schwierigkeiten tauchen in verschiedenen Alltagssituationen auf. Vielleicht werden Informationen wiederholt zu schnell vermittelt. Vielleicht fehlt bei unterschiedlichen Aufgaben eine verlässliche Unterstützung. Oder einzelne Tätigkeiten gelingen, lassen sich aber kaum miteinander verbinden.
Dieses Blatt hilft dir, Beobachtungen aus mehreren Situationen zusammenzuführen:
Was wiederholt sich? Welche Anforderungen treffen zusammen? Was hilft bereits? Und welche Veränderungen sind mir besonders wichtig?
Du musst dafür nicht alle Module bearbeitet haben. Zwei Beobachtungen können ein Anfang sein. Auch eine einzelne Situation mit Auswirkungen auf andere Lebensbereiche reicht aus.
Die Zusammenfassung ist eine Momentaufnahme. Sie muss deinen Alltag nicht vollständig abbilden.
Kurz anfangen
Vier Fragen reichen
Was fällt mir in mehreren Situationen auf?
Was gelingt einzeln, wird aber zusammen schwierig?
Was hilft bereits? Kann ich mit dieser Unterstützung rechnen?
Welche Veränderung ist mir derzeit besonders wichtig?
Du kannst hier aufhören. Die folgenden Abschnitte helfen dir, Zusammenhänge genauer anzusehen.
Zusammenhänge genauer ansehen
Optional genauer zusammenführen
Eine Frage oder eine Tabellenzeile reicht. Du musst die Abschnitte weder der Reihe nach noch vollständig bearbeiten.
Mögliche Antworten sind auch:
weiß ich noch nicht · wechselnd · trifft nicht zu · möchte ich nicht beantworten
1. Welchen Zeitraum sehe ich mir an?
Wähle einen Zeitraum, an den du dich ungefähr erinnern kannst. Das kann beispielsweise eine bestimmte Woche, die Zeit seit einem Umzug oder eine Folge wiederkehrender Termine sein.
Es muss kein „typischer“ Zeitraum sein. Du kannst Besonderheiten dazuschreiben.
Ich betrachte folgenden Zeitraum:
Diese Situationen oder Module beziehe ich ein:
Das war in diesem Zeitraum anders als sonst:
Diese wichtigen Bereiche sind hier noch nicht berücksichtigt:
Du musst fehlende Angaben nicht nachträglich beschaffen.
2. Was möchte ich ermöglichen?
Bevor du Schwierigkeiten zusammenführst, kannst du dein Anliegen festhalten.
- Was ist dir im Alltag wichtig?
- Was möchtest du selbst entscheiden oder gestalten?
- Welche notwendige Versorgung soll verlässlich möglich sein?
- Welche Kontakte oder Tätigkeiten möchtest du erhalten?
- Was gelingt bereits und soll erhalten bleiben?
- Was möchtest du derzeit nicht verändern?
Das möchte oder muss ich ermöglichen:
Das gelingt bereits und ist mir wichtig:
Daran möchte ich derzeit nichts verändern:
Dein Ziel muss nicht sein, mehr zu erledigen. Es kann auch um weniger Aufwand, verlässliche Versorgung, mehr Wahlmöglichkeiten oder einen geschützten Zeitraum gehen.
3. Welche Schwierigkeiten wiederholen sich?
Schau auf deine bisherigen Notizen: Gibt es etwas, das in mehreren Situationen ähnlich erscheint?
Zum Beispiel:
- Nach einer Erklärung bleibt unklar, was als Nächstes zu tun ist.
- Du kannst eine Aufgabe beginnen, kommst bei einem bestimmten Schritt aber nicht weiter.
- Eine Tätigkeit gelingt nur mit umfangreicher Vorbereitung.
- Mehrere Aufgaben lassen sich nicht verlässlich verbinden.
- Du erledigst etwas, musst dafür aber etwas anderes verschieben.
- Du brauchst Unterstützung, kannst mit ihr jedoch nicht sicher rechnen.
Das sind Suchhilfen, keine vorgegebenen Erklärungen. Ähnliche Schwierigkeiten können in verschiedenen Situationen unterschiedliche Gründe haben.
Meine wiederkehrenden Beobachtungen
| Was geschieht wiederholt? | In welchen Situationen? | Wann gelingt es leichter, schwerer oder anders? |
|---|---|---|
| … | … | … |
| … | … | … |
| … | … | … |
So würde ich das Muster vorläufig beschreiben:
Zum Beispiel:
„Bei mehreren Aufgaben weiß ich nach dem Lesen der Information noch nicht, was der nächste Schritt ist.“
Du musst daraus noch keine Ursache oder allgemeine Aussage über deine Fähigkeiten ableiten.
4. Welche äußeren Bedingungen könnten Barrieren sein?
Eine Schwierigkeit und eine Barriere sind nicht dasselbe.
Eine Schwierigkeit beschreibt zunächst, was bei einer Tätigkeit nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen gelingt.
Barrieren sind im fachlichen Sinn der ICF hindernde Umweltfaktoren. Dazu können räumliche Bedingungen, Kommunikationsangebote, Regeln oder Einstellungen anderer gehören. Auch eine benötigte Unterstützung, die fehlt oder nicht zugänglich ist, kann eine Barriere darstellen.
Du musst noch nicht sicher wissen, ob eine äußere Bedingung zu deiner Schwierigkeit beiträgt.
Fragen zum Entdecken:
- Sind Informationen, Räume oder Kontaktwege für dich nutzbar?
- Gibt es genug Zeit für die einzelnen Schritte?
- Welche Unterstützung fehlt oder ist nicht verlässlich verfügbar?
- Werden Pausen, Grenzen und gewählte Kommunikationsformen berücksichtigt?
- Wird eine bestimmte Art der Durchführung vorausgesetzt, obwohl ein anderer Weg zugänglicher wäre?
- Sind benötigte Angebote vorhanden, aber beispielsweise wegen Kosten oder anderer Zugangshürden nicht nutzbar?
Schwierigkeiten und mögliche Barrieren auseinanderhalten
| Meine Beobachtung | Äußere Bedingung | Was ich über den Zusammenhang weiß oder vermute |
|---|---|---|
| „Ich konnte meine Rückfragen nicht stellen.“ | „Die Themen wechselten schnell; eine Fragerunde gab es nicht.“ | „Vielleicht hätte ich mehr Zeit gebraucht. Sicher weiß ich es noch nicht.“ |
| … | … | … |
| … | … | … |
Diese äußeren Bedingungen möchte ich genauer ansehen:
Was ich zu meinem Befinden oder meinen persönlichen Umständen ergänzen möchte – freiwillig:
Eine Beschwerde ist keine Umweltbarriere. Sie darf trotzdem wichtig für deine Beschreibung sein. Du musst persönliche und äußere Bedingungen nicht gegeneinander abwägen.
5. Welche Anforderungen treffen zusammen?
Eine Tätigkeit kann einzeln möglich sein und zusammen mit anderen Anforderungen schwierig werden.
Was geschieht gleichzeitig?
- Musst du während einer Tätigkeit für etwas anderes erreichbar bleiben?
- Brauchen mehrere Aufgaben dieselbe Unterstützung?
- Gibt es Termine oder Fristen, die sich überschneiden?
- Musst du mehrere Informationen oder Entscheidungen gleichzeitig bearbeiten?
Was geschieht davor und danach?
- Was musst du vorbereiten?
- Was musst du anschließend noch klären oder erledigen?
- Brauchst du beim Wechsel zur nächsten Tätigkeit Zeit oder Unterstützung?
- Was ist danach noch möglich?
- Welche Auswirkungen bemerkst du erst später?
Was geschieht über mehrere Tage?
- Werden Aufgaben wiederholt verschoben?
- Entstehen dadurch neue Rückfragen, Wege oder Fristen?
- Bleibt eine notwendige Versorgung oder ein wichtiges Anliegen wiederholt zurück?
- Wann verläuft es anders?
Eine Verbindung genauer ansehen
| Welche Anforderungen treffen zusammen oder folgen aufeinander? | Was beobachte ich dabei? | Was hilft bereits oder ist noch zu klären? |
|---|---|---|
| … | … | … |
| … | … | … |
Das gelingt einzeln, lässt sich bisher aber nicht verlässlich verbinden:
Ein konkretes Beispiel dafür:
Diesen Zusammenhang vermute ich; sicher weiß ich ihn noch nicht:
Du musst keine vollständige Abfolge rekonstruieren. Ein beobachteter Zusammenhang beweist noch keine eindeutige Ursache.
6. Was ermöglicht das Gelingen bisher?
Eine erledigte Aufgabe kann auf passenden Bedingungen, Unterstützung oder umfangreicher eigener Vorbereitung beruhen.
Diese Voraussetzungen gehören zur Beschreibung.
| Was gelingt? | Was macht es möglich? | Kann ich damit rechnen? Wann ist es verfügbar? |
|---|---|---|
| … | … | … |
| … | … | … |
| … | … | … |
Ergänzende Fragen:
- Welche Unterstützung hilft in mehreren Lebensbereichen?
- Hängt vieles von einer einzelnen Person ab?
- Sind Hilfsmittel und Angebote tatsächlich nutzbar?
- Wie aufwendig ist es, Unterstützung zu organisieren?
- Passt die Unterstützung zu deinen Wünschen?
- Entstehen durch die Hilfe neue Schwierigkeiten oder unerwünschte Abhängigkeiten?
- Was möchtest du selbst entscheiden oder erledigen?
Das entscheide und erledige ich selbst:
Das geschieht gemeinsam oder wird auf meinen Wunsch übernommen:
Diese Bedingungen und Unterstützung möchte ich erhalten:
Hier fehlt Unterstützung oder ich kann nicht verlässlich mit ihr rechnen:
Bei fehlender Unterstützung habe ich tatsächlich beobachtet:
Was ohne Unterstützung geschehen würde, weiß ich in folgenden Punkten nicht:
Du musst vorhandene Hilfe nicht unterbrechen, um ihren Beitrag sichtbar zu machen.
7. Was muss an anderer Stelle warten?
Vielleicht gelingt etwas, weil du dafür eine andere Tätigkeit verschiebst, ausfallen lässt oder abgibst.
Das kann eine passende Entscheidung sein. Es kann aber auch bedeuten, dass wichtige Bedürfnisse oder notwendige Aufgaben wiederholt zurückstehen.
- Was muss warten, wenn du eine bestimmte Aufgabe wahrnimmst?
- Was übernimmt jemand anderes?
- Was fällt aus, obwohl es dir wichtig ist?
- Geschieht das einmalig, wiederholt oder für längere Zeit?
- Welche Folgen bemerkst du?
- Wo kannst du selbst wählen, und wo fehlt dir eine passende Alternative?
Damit … möglich wird, geschieht derzeit …
Das ist für mich passend beziehungsweise selbst gewählt:
Hier fehlt mir eine passende Alternative:
Das möchte ich anders ermöglichen:
Du musst nicht jede unerledigte Tätigkeit als Einschränkung bewerten. Entscheidend sind dein Anliegen und die tatsächlichen Folgen.
8. Welche Zeit und Anstrengung werden benötigt?
Ein leerer Kalendereintrag zeigt nicht, ob diese Zeit verfügbar ist. Vielleicht wird sie für Vorbereitung, Versorgung, Nachwirkungen oder einen Erholungsversuch benötigt.
Dafür brauche ich zusätzliche Vorbereitung oder Nachbereitung:
Diese Aufgaben oder Bereitschaften bestehen nebenbei weiter:
Diese Zeiten wirken frei, werden tatsächlich aber benötigt für:
So wirkt sich das auf meinen weiteren Alltag aus:
Ungefähre Angaben reichen. Zeiten können sich überschneiden. Angaben aus mehreren Modulen müssen nicht zusammengerechnet werden.
9. Welche Entlastung brauche ich – und was geschieht tatsächlich?
Im Barriereregister verwenden wir fünf einheitliche Arbeitsbegriffe:
| Begriff | Bedeutung in dieser Arbeitshilfe |
|---|---|
| Erholungsbedarf | Dein wahrgenommener Bedarf an Entlastung. Er sagt noch nicht, ob eine passende Möglichkeit vorhanden ist. |
| Ruhezeit | Ein Zeitraum mit tatsächlich verringerten Anforderungen. Er führt nicht automatisch zu Erholung. |
| Rückzug | Eine Verringerung von Kontakten oder Reizen. Ob der Rückzug gewünscht ist und wie er wirkt, bleibt zunächst offen. |
| Erholungsversuch | Etwas, das du mit der Absicht tust, dich zu erholen. Die Bezeichnung enthält noch keine Aussage über den Erfolg. |
| Wahrgenommene Erholung | Eine von dir bemerkte Verbesserung deines Zustands. Sie kann teilweise, vorübergehend oder verzögert eintreten. |
Diese Arbeitsbegriffe sind eine eigene Ausarbeitung von Neurofacetten, keine zusätzlichen ICF-Kategorien.
Meine Beobachtungen
Erholungsbedarf – diese Entlastung brauche ich nach eigener Wahrnehmung:
Ruhezeit – diese Zeiträume mit tatsächlich verringerten Anforderungen gibt es:
Rückzug – so kann ich Kontakte oder Reize verringern; das ist dabei gewünscht oder schwierig:
Erholungsversuch – das habe ich mit der Absicht getan, mich zu erholen:
Wahrgenommene Erholung – diese Veränderung habe ich bemerkt, nicht bemerkt oder noch nicht beurteilen können:
Falls Schlaf eine Rolle spielt, kannst du ergänzen:
Diese Schlafmöglichkeit bestand, so habe ich meinen Schlaf erlebt und so fühlte ich mich danach:
Schlafmöglichkeit, wahrgenommener Schlaf und wahrgenommene Erholung werden getrennt betrachtet.
Freie Zeit ist nicht automatisch verfügbare Zeit. Erholung muss sich nicht durch anschließende Produktivität beweisen.
10. Was ist unterschiedlich oder noch unklar?
Nicht jede Situation verläuft gleich. Unterschiede dürfen in der Zusammenfassung stehen bleiben.
Unter diesen Bedingungen gelingt es leichter:
Unter diesen Bedingungen wird es schwieriger:
Manchmal gelingt es auf eine andere Weise:
Diese Unterschiede kann ich noch nicht erklären:
Diese Angaben beruhen auf wenigen Beobachtungen oder einer besonderen Situation:
Du darfst schreiben:
„Das trat gemeinsam auf. Ob und wie es zusammenhängt, weiß ich noch nicht.“
Meine wichtigsten gewünschten Veränderungen
11. Was ist mir derzeit besonders wichtig?
Du musst keine Rangfolge aller Bedürfnisse erstellen. Wenn es hilft, wähle zunächst eine bis drei Veränderungen. Andere Anliegen verlieren dadurch nicht ihre Bedeutung.
Fragen zur Auswahl:
- Was brauche ich für eine notwendige Versorgung?
- Welche Veränderung würde eine mir wichtige Beteiligung ermöglichen?
- Wo brauche ich mehr Verlässlichkeit?
- Wo möchte ich mehr selbst entscheiden können?
- Welche Schwierigkeit betrifft mehrere Situationen?
- Was möchte ich zunächst gemeinsam klären?
- Was kann aus meiner Sicht warten?
Meine Auswahl
Du kannst die Tabelle oder die anschließenden Satzanfänge nutzen.
| Gewünschte Veränderung oder offene Frage | Was soll dadurch möglich werden? | Wer könnte helfen oder darüber entscheiden? |
|---|---|---|
| … | … | … |
| … | … | … |
| … | … | … |
Das ist mir als Erstes wichtig:
Daran könnte ich eine Verbesserung bemerken:
Dabei möchte ich unterstützt werden:
Das möchte ich selbst entscheiden oder gestalten:
Wer dabei helfen oder entscheiden könnte, weiß ich bereits beziehungsweise noch nicht:
Diese weiteren Anliegen sollen festgehalten werden, auch wenn sie später bearbeitet werden:
Eine Verbesserung kann bedeuten, dass eine notwendige Tätigkeit verlässlich gelingt, weniger Nacharbeit entsteht, ein gewünschter Kontakt erhalten bleibt oder eine Ruhezeit tatsächlich nutzbar wird.
Eine Veränderung muss nicht mehrere Lebensbereiche gleichzeitig verbessern, um wichtig zu sein.
Meine Zusammenfassung zum Weitergeben
Meine Zusammenfassung zum Weitergeben
12. Vorlage für Gespräche, Beratung oder Behörden
Du kannst passende Angaben aus den vorherigen Abschnitten übernehmen. Nicht jeder Punkt muss ausgefüllt werden. Für einen bestimmten Anlass kannst du eine kürzere Auswahl erstellen.
Mein Alltag und die Bedingungen meiner Teilhabe
Diese Darstellung beschreibt meinen tatsächlichen Alltag im genannten Zeitraum. Ungefähre Angaben, Vermutungen und ergänzende Beobachtungen anderer werden als solche gekennzeichnet.
Mein Anliegen:
Betrachteter Zeitraum und wichtige Besonderheiten:
Einbezogene Alltagssituationen:
Was bereits gelingt
Diese Tätigkeiten und Formen der Beteiligung gelingen:
Dafür brauche beziehungsweise nutze ich folgende Bedingungen und Unterstützung:
Das entscheide und erledige ich selbst:
Wiederkehrende Schwierigkeiten
Folgende Beobachtungen wiederholen sich:
Ein oder zwei konkrete Beispiele:
Häufigkeit, ungefähre Dauer und Unterschiede zwischen Situationen:
Äußere Bedingungen und mögliche Barrieren
Diese äußeren Bedingungen erschweren die Situation nach meiner Beobachtung oder kommen als Erklärung infrage:
Diese Unterstützung oder zugängliche Möglichkeit fehlt:
Über den Zusammenhang weiß ich beziehungsweise vermute ich:
Was ich zu meinem Befinden oder meinen persönlichen Umständen ergänzen möchte – freiwillig:
Zusammenwirken von Anforderungen
Einzeln gelingt …; in Verbindung mit … geschieht dagegen …
Damit bestimmte Tätigkeiten möglich werden, muss derzeit Folgendes warten, wird von anderen übernommen oder fällt aus:
Unterstützung und Verlässlichkeit
Vorhandene Unterstützung und ihr konkreter Beitrag:
Wann sie verfügbar ist und wie aufwendig ihre Organisation ist:
Bei fehlender Unterstützung beobachtet beziehungsweise noch unbekannt:
Aufwand und Auswirkungen
Zusätzliche eigene Zeit und Anstrengung:
Aufwand unterstützender Personen, soweit bekannt:
Auswirkungen auf andere Lebensbereiche:
Erholungsbedarf und Verlauf
Welche Entlastung ich brauche:
Welche Ruhezeiten oder Möglichkeiten zum Rückzug tatsächlich bestehen:
Was ich mit der Absicht versucht habe, mich zu erholen:
Welche Veränderung ich wahrgenommen habe beziehungsweise noch nicht beurteilen kann:
Gewünschte Veränderungen
Besonders wichtig sind mir derzeit:
Dadurch soll Folgendes möglich werden:
Dafür brauche ich Unterstützung, andere Bedingungen oder eine gemeinsame Klärung bei:
Das soll erhalten bleiben:
Offene Fragen und Grundlage der Angaben
Beobachtet ist:
Vermutet beziehungsweise noch unklar ist:
Meine Angaben beruhen auf:
☐ eigener Erinnerung
☐ ungefährer Schätzung
☐ zeitnahen Notizen
☐ gemeinsam besprochenen Beobachtungen
☐ anderem: …………………………………………………………..
Beim Zusammenstellen oder Formulieren wurde ich unterstützt durch:
Ergänzende Beobachtungen anderer, getrennt von meinen eigenen Angaben:
Datum der Zusammenfassung:
Für diesen Zweck beziehungsweise mit diesen Personen möchte ich die Zusammenfassung teilen:
Diese persönliche Zusammenfassung kann Gespräche und Verfahren vorbereiten. Sie ist kein amtliches Begutachtungsinstrument und ergibt keine Einstufung, etwa eines GdB oder Pflegegrades. Welche Angaben und Unterlagen für ein bestimmtes Verfahren erforderlich sind, muss gesondert geklärt werden.
Beispiel, Weitergeben und fachlicher Hintergrund
Ein kurzes Beispiel
Das Beispiel ist erfunden. Es zeigt eine mögliche Zusammenfassung und ist kein Maßstab für Umfang oder Schwere einer Einschränkung.
Mein Anliegen
„Ich möchte notwendige Termine wahrnehmen und mich an denselben Tagen verlässlich mit Essen versorgen können.“
Was gelingt
„Einzelne Termine gelingen meist, wenn ich Informationen vorher schriftlich erhalte und den Weg vorbereiten kann. Einkaufen und einfache Mahlzeiten gelingen an Tagen ohne weitere feste Verpflichtungen häufiger.“
Wiederkehrende Schwierigkeit
„Bei mehreren Aufgaben brauche ich zusätzliche Zeit, um Informationen zu ordnen und den nächsten Schritt festzulegen. Das betrifft die Terminvorbereitung und schriftliche Rückfragen.“
Äußere Bedingungen und mögliche Barrieren
„Eine Stelle bietet Rückfragen bisher nur telefonisch an. Dabei konnte ich mein Anliegen zuletzt nicht vollständig klären. Ob ein schriftlicher Kontakt die Situation ausreichend erleichtern würde, weiß ich noch nicht. Ich möchte diese Möglichkeit klären.“
Zusammenwirken
„In den letzten zwei Wochen habe ich nach zwei Terminen den Einkauf verschoben. Einmal war noch Essen vorhanden; einmal brachte eine vertraute Person etwas vorbei. Daraus kann ich nicht ableiten, wie jeder weitere Termintag verlaufen würde.“
Unterstützung und Erholung
„Die Hilfe beim Beschaffen von Essen war kurzfristig möglich, ist aber nicht regelmäßig vereinbart. Nach einem Termin brauchte ich Entlastung. Ich zog mich zurück und versuchte, mich zu erholen. Danach bemerkte ich weniger Anspannung. Den Einkauf konnte ich an diesem Tag weiterhin nicht angehen.“
Gewünschte Veränderung
„Ich möchte klären, wie die Versorgung an Termintagen verlässlich möglich wird. Außerdem möchte ich wichtige Informationen vorab schriftlich erhalten und schriftlich nachfragen können. Mir ist wichtig, weiterhin selbst auszuwählen, was ich esse und welche Unterstützung ich nutze.“
Vor dem Weitergeben prüfen
Du entscheidest, welche Angaben du teilen möchtest.
- Gibt die Zusammenfassung meine Sicht angemessen wieder?
- Werden Fähigkeiten und hilfreiche Bedingungen ebenso sichtbar wie Schwierigkeiten?
- Ist erkennbar, welche Unterstützung bereits zum Gelingen beiträgt?
- Sind Schwierigkeiten und mögliche Umweltbarrieren unterscheidbar?
- Wird deutlich, was beobachtet und was vermutet ist?
- Sind Unterschiede und unbekannte Punkte benannt?
- Habe ich doppelte Angaben vermieden, ohne wichtige Zusammenhänge zu verlieren?
- Enthält der Text nur persönliche Einzelheiten, die ich für diesen Zweck teilen möchte?
- Sind Aussagen anderer gesondert gekennzeichnet?
- Werden meine wichtigsten gewünschten Veränderungen deutlich?
Du darfst Angaben korrigieren, kürzen und später ergänzen. Eine frühere Zusammenfassung verpflichtet dich nicht dazu, deine Situation dauerhaft gleich zu beschreiben.
Nach einem Gespräch oder einer Veränderung
Das wurde vereinbart oder verändert:
Wer übernimmt welchen nächsten Schritt?
Das ist noch offen:
Wenn ich später darauf zurückschauen möchte, ist mir diese Frage wichtig:
Ein Rückblick ist freiwillig. Du musst keine fortlaufende Dokumentation führen.
Wissensstatus und fachlicher Bezug
Dieses Zusammenfassungsblatt ist eine eigene redaktionelle Ausarbeitung von Neurofacetten. Es führt Beobachtungen aus den ICF-orientierten Modulen des Barriereregisters zusammen.
Die Unterscheidung zwischen Schwierigkeiten bei Aktivitäten und Teilhabe sowie hindernden oder fördernden Umweltbedingungen orientiert sich an der ICF. Die Fragen zu wiederkehrenden Mustern und zum Zusammenwirken von Anforderungen sind eigene Reflexionshilfen, kein standardisiertes Verfahren.
Das Blatt beschreibt den tatsächlichen Alltag. Es misst die ICF-Leistungsfähigkeit nicht standardisiert, vergibt keine ICF-Codes oder Schweregrade und bildet keinen Gesamtwert. Mehrere Schwierigkeiten werden nicht zu einer vermeintlichen Gesamtschwere addiert.
Die Arbeitsbegriffe Erholungsbedarf, Ruhezeit, Rückzug, Erholungsversuch und wahrgenommene Erholung sind eine eigene Ausarbeitung von Neurofacetten. Sie sind keine zusätzlichen ICF-Kategorien.
Deine Angaben sind persönliches Erfahrungswissen. Wiederholungen können Hinweise geben; sie beweisen für sich genommen weder eine bestimmte Ursache noch eine allgemeine Eigenschaft deiner Person.
Die fachlichen Einzelbezüge stehen in den jeweiligen Modulen. Grundlage ist die deutschsprachige ICF-Fassung von 2005.
Fachliche Grundlagen
- BfArM: ICF, deutschsprachige Fassung 2005 – Gesamtübersicht
- BfArM: Aktivitäten und Partizipation – einschließlich Leistung und Leistungsfähigkeit
- BfArM: Umweltfaktoren – Barrieren und Förderfaktoren
Redaktionelle Endfassung: 19. Oktober 2026.
