Quellen auf Neurofacetten sollen nachvollziehbar machen, worauf Aussagen beruhen. Diese Seite ist deshalb kein zweites Literaturverzeichnis neben den Artikeln, sondern ein Wegweiser zu den fachlichen Grundlagen der Dossiers.
So ist der Quellen-Hub aufgebaut
- Die vollständigen und kommentierten Quellenlisten stehen direkt in den jeweiligen Artikeln. Dort ist am besten sichtbar, welche Quelle welche Aussage trägt.
- Hier findest du pro Dossier einige Ankerquellen: diagnostische Klassifikationen, Reviews, Meta-Analysen oder besonders zentrale Primärarbeiten.
- Eine Quelle kann je nach Fragestellung unterschiedliche Aussagekraft haben. Primärstudien, Reviews, qualitative Forschung, Klassifikationen und Modelle erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Gemeinsame fachliche Grundlagen
Diagnostische Klassifikation
World Health Organization (2024): Clinical descriptions and diagnostic requirements for ICD-11 mental, behavioural and neurodevelopmental disorders.
Grundlage für die diagnostische Einordnung von Autismus, ADHS und komplexer PTBS.
Funktionsfähigkeit und Teilhabe
World Health Organization: International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF).
Grundlage für Begriffe wie Aktivitäten, Teilhabe, Umweltfaktoren, Capacity und Performance.
Neurodiversität als Deutungsrahmen
Dwyer (2022): The Neurodiversity Approach(es): What Are They and What Do They Mean for Researchers?
Konzeptionelle Einordnung verschiedener Neurodiversitätsansätze und ihrer Bedeutung für Forschung.
Testung und psychometrische Einordnung
AERA, APA & NCME (2014): Standards for Educational and Psychological Testing.
Grundlage für Fragen zu Testinterpretation, Validität, Normierung und Grenzen psychologischer Messung.
Grundlagen-Dossiers
Die vollständigen Literaturlisten und methodischen Einordnungen stehen in den verlinkten Dossiers.
Was bedeutet Neurodivergenz eigentlich?
- Botha et al. (2024): The neurodiversity concept was developed collectively. PubMed.
- Dwyer (2022): The Neurodiversity Approach(es). PubMed.
- Zaneva et al. (2024): An annotated introductory reading list for neurodiversity. PubMed.
Zum Dossier und zur vollständigen Einordnung
Was ist Autismus?
- WHO (2024): ICD-11, Autismus-Spektrum-Störung 6A02. WHO.
- Lord et al. (2012): Multizentrische Studie zur klinischen Zuordnung früherer Autismus-Unterkategorien. PubMed.
- Alvares et al. (2020): IQ als ungenauer Prädiktor funktioneller Fähigkeiten. PubMed.
Zum Dossier und zur vollständigen Quellenliste
Was ist ADHS?
- WHO (2024): ICD-11, ADHS 6A05. WHO.
- Demontis et al. (2023): große GWAS-Meta-Analyse zur genetischen Architektur von ADHS. PubMed.
- Metcalfe et al. (2024): Meta-Analyse zu Zeitverarbeitung bei ADHS. PubMed.
- Beheshti et al. (2020): Meta-Analyse zu emotionaler Dysregulation bei Erwachsenen mit ADHS. PubMed.
Zum Dossier und zu den Kernquellen
AuDHS: Zwei Diagnosen, eine Erfahrung?
- Rosello et al. (2022): systematischer Review zum gemeinsamen Auftreten von Autismus und ADHS. DOI.
- Waldren et al. (2024): Untersuchung von Überschneidungen und Trennbarkeit autistischer und ADHS-bezogener Merkmale. DOI.
- Mattheisen et al. (2022): gemeinsame und unterscheidende genetische Architektur. DOI.
- Craddock (2025; Print 2026): qualitative Forschung zu spät diagnostizierter AuDHS-Erfahrung. DOI.
Zur ausführlich thematisch sortierten AuDHS-Literaturliste
PDA: Wenn Anforderungen schwer auszuhalten sind
Forschung, Deutungsmodelle und Erfahrungswissen werden im Dossier getrennt eingeordnet.
- Kildahl et al. (2021): systematischer Review zu PDA bei Kindern und Jugendlichen. DOI.
- Haire et al. (2024): Übersicht über die verwendeten Forschungsmethoden. DOI.
- Company & Rotella (2026): systematischer Review zur diagnostischen Erfassung. DOI.
Zu allen 17 Quellen und ihrer Aussagekraft
Was ist komplexe PTBS?
- WHO (2024): ICD-11-Klassifikation. WHO.
- Cloitre et al. (2018): Entwicklung des International Trauma Questionnaire für ICD-11-PTBS und komplexe PTBS. PubMed.
- Redican et al. (2021): systematischer Review zur empirischen Unterscheidbarkeit von PTBS und komplexer PTBS. PubMed.
Zum Dossier und zur vollständigen Quellenliste
Was misst ein IQ eigentlich?
- AERA, APA & NCME (2014): Standards for Educational and Psychological Testing. Open Access.
- Wilson et al. (2023): systematischer Review zur kulturübergreifenden Generalisierbarkeit kognitiver Maße. ScienceDirect.
- Alvares et al. (2020): IQ und adaptive Fähigkeiten bei Autismus. PubMed.
Vertiefungen zu Autismus und Alltag
Masking und Camouflaging
Ankerquellen: Cook et al. (2021), systematischer Review; Hull et al. (2017), qualitative Forschung; Hull et al. (2019), Entwicklung des CAT-Q.
Adaptives Funktionieren
Ankerquellen: AAIDD zu adaptive behavior; Kraper et al. (2017); Alvares et al. (2020); Auld et al. (2022).
Autismus unter der Oberfläche
Ankerquellen: Fu et al. (2022), Satterstrom et al. (2020), Paulsen et al. (2022) und Cannon et al. (2021). Der Beitrag trennt neurobiologische Befunde ausdrücklich von theoretischen Modellen.
Empathie bei Autist:innen
Der Beitrag bündelt Forschung zu kognitiver und affektiver Empathie, Alexithymie, Messverfahren und dem Double-Empathy-Modell.
Teilhabe, Barrieren und gesellschaftliche Einordnung
Diese Beiträge verbinden Forschung mit theoretischen, sozialwissenschaftlichen oder rechtlichen Perspektiven. Deshalb ist die Zuordnung einzelner Quellen im jeweiligen Artikel besonders wichtig.
- Funktionieren ist nicht gleich Belastbarkeit – WHO-ICF sowie Forschung zu mentalem Aufwand und sichtbarer Performance.
- Teilhabe sichtbar machen – ICF, Aktivität, Teilhabe, Umweltbedingungen und die Unterscheidung von freier Zeit, Erholungsversuch und tatsächlich eingetretener Erholung.
- Ableismus – wenn Fähigkeiten zur Norm werden – Disability Studies, ICF, Fähigkeitsnormen und strukturelle Zugänge.
- Geschlecht, Sozialisation und Neurodivergenz – Forschung zu Diagnose, Masking, Sozialisation, Hormonen und geschlechtsspezifischen Verzerrungen.
- Wer gilt als empathisch – und wer entscheidet das? – Meinungs- und Einordnungstext mit klar getrennten Forschungsbezügen.
Medienleitfaden und Aussagenchecks
Im Medienleitfaden „Neurodivergenz in den Medien“ stehen die Quellen jeweils direkt bei den geprüften Aussagen. Das erleichtert die Unterscheidung zwischen Zahlen, Interpretation und Formulierung.
Glossar und Begriffsgrundlagen
Das Glossar verweist möglichst auf das Dossier, in dem ein Begriff ausführlicher erklärt und belegt wird. Dazu gehören inzwischen unter anderem Neurodivergenz, AuDHS, Ableismus, Teilhabe, ICF, Capacity, Performance, Double Empathy, Alexithymie, Hyperfokus und Predictive Processing.
Eigene Neurofacetten-Verdichtungen werden als redaktionelle Einordnung gekennzeichnet und gelten nicht als wissenschaftliche Quellen.
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Mit neuen oder wesentlich überarbeiteten Dossiers wird dieser Hub ergänzt. Vollständige Literatur, methodische Einschränkungen und Aktualisierungsdaten bleiben direkt bei den jeweiligen Beiträgen.
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